SIE SIND HIER: LEARNING VS | DAS HAUS ZWEI | INFO
 



Informationen zur Feldenkrais-Methode®:


1.) Was genau ist die Feldenkrais-Methode®?

2.) Was können Sie von der Feldenkrais-Methode® erwarten?

3.) Über Dr. Moshé Feldenkrais

4.) Das Thema Schmerz

5.) Das Weber-Fechner-Gesetz

6.) Warum müssen die Bewegungen langsam ausgeführt werden?

7.) Wozu dienen die Pausen?

8.) Bewegung nur in Gedanken

9.) Ist die Feldenkrais-Methode® im Umfeld von Therapie anzusiedeln?

10.) Für wen ist die Feldenkrais-Methode® geeignet?




1.) Was genau ist die Feldenkrais-Methode®?

Die Feldenkrais-Methode® dient der Schulung des Körpers und der Persönlichkeit.
Der Zugang zu den Inhalten der Methode erfolgt über das Medium Bewegung.
Sie lernen also indem Sie sich bewegen.

        

Die Feldenkrais-Methode® ist benannt nach ihrem Begründer, dem israelischen Physiker Moshé Feldenkrais (1904 - 1984). Sie ist ein spezielles Verfahren zur Gestaltung von Lernprozessen. Angestrebt wird, Menschen zu befähigen, über achtsam wahrgenommene Bewegungsabläufe ihr eigenenes Lernen zu lenken.

Die Feldenkrais-Methode schafft Lernbedingungen, in denen Menschen sich über die Sensomotorik darin schulen können, ihr Unterscheidungsvermögen auszubilden. Diese Fähigkeit trägt wesentlich dazu bei, daß die Person besser erkennt und versteht, wie sie sich selbst sieht und sich diesem Bild entsprechend im täglichen Leben organisiert; denn solange sie nicht wahrnimmt und also nicht weiß, wie sie sich zum Beispiel beim Gehen organisiert, kann sie daran auch nichts verändern. Indem das eigene Tun bewusst wird, entsteht neue Beweglichkeit (in körperlicher, geistiger und seelischer Hinsicht) wie von selbst.

Man bewegt sich nach einer Feldenkrais®-Bewegung meist ein wenig anders als zuvor. Das Körpergefühl ist ein anderes. Die Bewegungen fühlen sich leichter an und sind geschmeidiger.

Wer sich auf diesen Lernprozess einlässt, gelangt nicht nur zu einem ökonomischeren und leichteren Bewegungsablauf, sondern auch zu einem leichteren und freieren Lebensprozess. Die Feldenkrais-Methode® ist eine ganzheitliche Methode, die sich, am Bewegungsapparat ansetzend, auch auf größere geistige und seelische Freiheit auswirkt.



NACH OBEN




2.) Was können Sie von der Feldenkrais-Methode® erwarten?

Sie lernen Bewegungen sanft und mühelos auszuführen, die wohl durchdacht und sinnvoll arrangiert sind. Sie bewegen sich und gleichzeitig beobachten Sie sich dabei.

Sie lernen, die innere und äußere Haltung wahr zu nehmen und zu verbessern, das körperliche Vermögen zu entdecken und nutzbar zu machen. Sie sind in der Lage, von sich selbst lernen zu können.

Sie werden sich und Ihren Körper besser verstehen und gezielter damit umgehen können.



NACH OBEN




3.) Über Dr. Moshé Feldenkrais

Dr. Moshé Feldenkrais, geboren im Jahre 1904, war Physiker, Mathematiker und Maschinenbauer. Mit Joliot Curie führte er die erste Kernspaltung in Frankreich durch. Während des zweiten Weltkrieges arbeitete er für die britische Admiralität, später leitete er die Elektronik-Abteilung des israelischen Verteidigungsministeriums. Da er gleichzeitig seit seiner Jugend Judo und andere Sportarten betrieb, besaß er ein überdurchschnittliches Interesse für effiziente Bewegung. Motiviert durch eine Verletzung seiner eigenen Knie, begann er damit zu experimentieren, wie man Menschen helfen könnte, einen besseren Gebrauch ihrer angeborenen Fähigkeiten zu erlernen, so dass sie leichter mit ihren eigenen Schwierigkeiten fertig würden.

        

Er erforschte und entwickelte zwei Arbeitsweisen: "Bewusstheit durch Bewegung" und "Funktionale Integration". Tausende Menschen in aller Welt haben seine Methode kennen
und schätzen gelernt.
Dr. Feldenkrais starb 1984 in Tel Aviv.



NACH OBEN




4.) Das Thema Schmerz

Schmerz ist ein Warnsignal, welches uns davor bewahren soll, größere Schäden zu erleiden. Versuchen Sie nie, Schmerz zu überwinden. Lernen Sie stattdessen von ihm, wie Sie sich so organisieren können, dass er überflüssig wird.

Wenn Sie einmal nicht herausfinden können, wie die Bewegung schmerzlos auszuführen ist, sollten Sie nur in Gedanken weiterarbeiten. Respektieren Sie die Signale Ihres Körpers, und trainieren Sie Ihre Willenskraft lieber in anderen Bereichen.



NACH OBEN




5.) Das Weber-Fechner-Gesetz

E.H. Weber (1795-1878) konnte durch verschiedene Versuche beweisen, dass der Abstand zwischen zwei Berührungsreizen an den einzelnen Stellen der Körperoberfläche relativ groß sein muss, damit zwei getrennte Reize wahrgenommen werden können.
G.T. Fechner (1801-1887) führte die Ergebnisse Webers fort und kam zu der Aussage, dass
ein gerade noch empfundener Reizzuwachs zu dem Ausgangsreiz in konstantem Verhältnis steht.

Beispiel: Wenn die Zunahme der Beleuchtungsstärke von 10 auf 12 Kerzen gerade noch wahrgenommen wird, dann sind bei 10 Kerzen 2 zusätzliche Kerzen notwendig, bei 20 Kerzen 4 weitere, bei 30 Kerzen 6 weitere usw.

Dieses Fechnersche Gesetz (E = K + c log R) gilt angenähert in den Mittelbereichen fast aller Sinnesgebiete.

In einfachen Worten ausgedrückt: Große Anstrengungen behindern große Lernerfolge !!!



NACH OBEN




6.) Warum müssen die Bewegungen langsam ausgeführt werden?

Schnelle Bewegungen erfordern einen hohen Grad an Automatisierung, denn das Gehirn braucht nun mal eine gewisse Zeit, um ein ungewohntes Muster präzise zu durchdenken und die notwendigen Gewohnheiten aufzubauen.

        

Ein einfaches Beispiel ist Autofahren. Erinnern Sie sich noch, wie es war, als Sie noch Fahrstunden nehmen mussten? Wahrscheinlich benötigten Sie alle zur Verfügung stehende Aufmerksamkeit, um das Auto zu kontrollieren. Wenn der Fahrlehrer Sie nun bereits in der zweiten Stunde allein in einem Ferrari auf die Autobahn schicken würde, ließen Sie wahrscheinlich gerne jeden Kleinwagen überholen, nur um das Auto und sich selbst heil nach Hause zu bringen.
Je langsamer Sie eine neue Bewegung erkunden, desto schneller werden Sie sie am Ende ausführen können. Lassen Sie Ihrem Nervensystem Zeit, auch alle möglichen Abweichungen von der Idealbewegung zu erforschen. Die Schnelligkeit kommt dann mit wachsendem Verständnis für die Bewegung.

Sie werden mehr Nutzen aus den Stunden ziehen können, wenn Sie sich erlauben, jede einzelne Bewegung in Ruhe auszuschöpfen. Wenn Sie sich hetzen, werden Sie sicher nur einen steifen Hals bekommen. Lassen Sie sich Zeit und verwenden Sie nur einen Bruchteil
der Ihren zur Verfügung stehenden Kraft. Je spielerischer Sie an die Bewegungslektionen herangehen, desto besser.



NACH OBEN




7.) Wozu dienen die Pausen?

Ihr Gehirn lernt am leichtesten, wenn Sie ausgeruht sind. Sie werden wahrscheinlich feststellen, dass manche Bewegungen nach einer kleinen Pause besser funktionieren als zuvor. Obwohl sich dazwischen scheinbar nichts ereignet hat, werden Sie oft allein durch Nichtstun einen Fortschritt erzielen. Außerdem bieten Ihnen die Pausen die Möglichkeit, festzustellen was sich in der Zwischenzeit in Ihrem Körper geändert hat.

Meistens werden Sie erleben, dass sich Ihr Körper nach jeder Bewegungsphase noch bequemer anfühlt. Dies kommt daher, dass Ihr Gehirn in der Zwischenzeit den Muskeltonus reguliert hat. Vielleicht haben Sie auch das Gefühl, als sei der Boden unter Ihnen weicher geworden, oder als sei ein Arm, ein Bein, oder eine ganze Körperhälfte länger als zuvor.



NACH OBEN




8.) Bewegung nur in Gedanken

Diese Methode ist sehr effektiv, um einen Lernprozess dauerhaft im Nervensystem zu verankern. Sie können in Gedanken oft besser als in der tatsächlichen Bewegung feststellen, über welche der Details Sie sich noch nicht vollständig im Klaren sind.

        

Achten Sie einmal darauf, ob der innere Film, der Ihre Bewegung zeigt, wirklich an allen Stellen mit der gleichen Geschwindigkeit und mit der gleichen Bildschärfe abläuft. Sollten Sie in gewissen Phasen der Bewegung entdecken, dass der Film "reisst", unscharf wird oder beschleunigt, dann sind dies mit ziemlicher Sicherheit genau die Stellen, an denen Ihnen auch die tatsächliche Bewegung noch Schwierigkeiten bereitet.



NACH OBEN




9.) Ist die Feldenkrais-Methode® im Umfeld von Therapie anzusiedeln?


Im Grunde nicht. Sie bewegt sich sowohl im psychologischen, als auch im physikalischen Bereich. Sie ist eine Gradwanderung zwischen therapeutischer und pädagogischer Arbeit. Im Vordergrund der Arbeit steht die Fähigkeit, Lernen zu lernen und die Hilfe zur Selbsthilfe.



NACH OBEN




10.) Für wen ist die Feldenkrais-Methode® geeignet?

Sie möchten wissen, ob die Feldenkrais-Methode® auch für Sie geeignet ist?
Dann klicken Sie bitte HIER.




NACH OBEN







     
 
STARTSEITE  |  KONTAKT  |  IMPRESSUM  |  DATENSCHUTZHINWEISE  |  © 2008 F8GRIP GRAPHICS